Inhalt einer Legende und Ziel vieler Naturliebhaber - Heiligwasser am Fuße des Patscherkofels ist bis heute ein allseits beliebter Ort für Ausflüge. Vor allem der Weg hat nichts von seinem Charme verloren. Gehen sie mit uns auf eine kleine Reise...

Unterwegs im Wald am nördlichen Abhang des Patscherkofels wandten sich – wie die Legende erzählt – im Jahre 1606 zwei junge Hirten in ihrer Verzweiflung an die Muttergottes. Sie hatten einige Kühe verloren und baten nun um ein Wunder, diese wiederzufinden. Tatsächlich wies ihnen ein göttlicher Schimmer den Weg zu den Tieren. Dort, wo plötzlich auch eine frische Quelle entsprang, sollten die beiden Jungen eine Kapelle errichten.

Doch die Zeit verstrich und es musste erst ein weiteres Wunder geschehen, ehe der Abt von Wilten im Jahre 1662 beschloss, dort – auf 1.240 Metern Seehöhe – eine Kapelle zu errichten. Ein stummer Bub hatte seine Stimme an eben dieser Stelle kurz zuvor wiedererlangt. Die Wallfahrtskirche Heiligwasser durfte über die Jahre einige gekrönte Häupter unter ihrem Dach empfangen und beherbergt ein innig verehrtes spätgotisches Gnadenbild der Jungfrau mit dem Kinde und. 1971 wurde das Original allerdings entwendet, sodass sich seither nur noch eine Kopie am barocken Hochaltar der Kirche befindet.

Und bis heute lohnt sich ein Besuch und „Einkehrschwung“ in Heiligwasser. Dabei lassen sich stille Einkehr und weltlicher Genuss bestens verbinden. Neben der Wallfahrtskirche lädt auch der Alpengasthof Heiligwasser auf 1.234 Metern Höhe zur ausgiebigen Einkehr ein. Zu dem beliebten Ausflugsziel über den Dächern Innsbrucks gelangt man über den Heiligwasserweg, den mehrere kleine Kapellen aus dem Jahre 1802 säumen. Von der Dorfmitte in Igls (870 Meter) gelangt man nach etwa einer Stunde Gehzeit bis zum Alpengasthof. Über die Talstation der Patscherkofelbahn und den Heiligwasserweg geht es bis zur Römerstraße und dann bergauf ans Ziel. Alternativ führt ein Weg entlang der Bobbahn und vorbei an der Teehüttn nach Heiligwasser. Wenn die neue Patscherkofelbahn fertiggestellt ist, gelangt man zudem von der Mittelstation aus auf einfachem Wege zu Wallfahrtskirche und Alpengasthof. Alle Varianten lassen sich natürlich mit dem Rückweg auch zu einer schönen Runde verbinden – das gilt sowohl für Wanderer als auch Biker. Die Wanderung ist dank der kinderwagentauglichen Wege für Familien bestens geeignet und verspricht unterwegs herrliche Ausblicke über das Inntal und auf die Nordkette.

In jedem Fall sollte man das frische Trinkwasser der kleinen Quelle probieren, denn dafür ist Heiligwasser schließlich unter anderem berühmt. Eine besondere Wohltat an heißen Sommertagen und nicht zuletzt: Wer weiß, wozu die heilende Wirkung des Wassers noch gut sein kann!

Der Alpengasthof Heiligwasser ist ab sofort unter den neuen Pächtern jeden Tag von 10:00 - 20:00 Uhr geöffnet. Familie Waldner bewirtet mit viel Tradition und Liebe zu regionalen Produkten.

Bei einem Ausflug zu Heiligwasser gewinnt das Wort „Einkehr“ in jedem Fall gleich in mehrfacher Hinsicht an Bedeutung. Hier treffen Einsicht und Weitblick in stimmungsvollem Ambiente aufeinander.

Fotocredit: Innsbruck Info

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