Das Knirschen der Kieselsteine, die warme Ostersonne auf den Wangen, der ungetrübte Fernblick über das Inntal und der betörende Duft der aufkommenden Zirbennote in der Luft – so ein Frühlingsspaziergang am Patscherkofel hoch über Innsbruck ist eben immer etwas ganz Besonderes.

Und dabei hat meine kleine Wanderung doch erst begonnen. Schritt für Schritt bahne ich mir meinen Weg entlang des Weges, über Stock und Stein, über Wurzeln und kleine Felsvorsprünge. Mein Blick ist dabei gebannt und erfreut sich am Antlitz der Tiroler Natur.

Gerade zur Osterzeit versprüht der Hausberg seinen ganz eigenen, beinahe romantischen Charme. Die vielen Farben, das Erblühen der Natur, die frische, klare Luft und das emsige Treiben der tierischen Bergbewohner geben das Gefühl eines Neuanfanges. Der Patscherkofel ist nach dem strengen Winterschlaf endlich wieder zum Leben erweckt. Und mit ihm viele seiner treuen Freunde. So sehe ich in nicht allzu weiter Ferne ein Eichkätzchen den Weg kreuzen, um sogleich im Schutze einer Baumkrone wieder zu verschwinden. Es ist Zeit zum Genießen.

Erst recht, wenn man nach einiger Zeit den Zirbenweg erreicht hat. Längst hat man hier den dichten Wald hinter sich gelassen, lediglich das bunte Farbenspiel bleibt. Irgendwie passend zu Ostern denk ich mir, als ich gerade die ersten Blüten der Zirben bewundere. Das Osterfest ist traditionell farbenfroh und symbolisiert seit jeher einen Neuanfang und die Wiederauferstehung. Das trifft in diesem Augenblick auch auf den Innsbrucker Hausberg zu.

So sehr ich die Zeit auch genieße, mein kleiner Ausflug neigt sich nun dem Ende zu. Noch einmal lasse ich meinen Blick in die Ferne schweifen, atme den frischen Zirbenduft tief ein und bahne mir meinen Weg wieder Richtung Tal. Über Stock, über Stein, über Wurzeln und kleine Felsvorsprünge. Es war schön, ich komme wieder!

#MeinPatscherkofel