Über Stock und Stein, mal gemütlich bergab und wieder steil bergauf. Der Radweg Patscherkofel durch Innsburcks Feriendörfer nimmt Radsportler mit auf eine verträumte Reise durch idyllische Dörferwelt und erfrischende Natur.

Bei sommerlichen Temperaturen zeigt der Frühling sich von seiner schönsten Seite. Die dicke Schneedecke ist schon lange passe und die Natur beginnt endlich aufzuatmen. An diesen Tagen hält mich nichts zu Hause, ich will raus in die Natur und die Sonne auf der Haut spüren. Mit sportlichem Elan darf dabei das Fahrrad nicht fehlen. Am Fuße des Hausbergs wartet der Patscherkofel Radweg darauf erkundet zu werden.

Am Fuße des Patscherkofels

Das Mountainbike am Heckklappenträger fixiert, finde ich mich schon wenig später an der Talstation des Innsbrucker Hausbergs wieder. Dort lasse ich mein Auto stehen und schwinge mich auf den Sattel. Helm an, Sonnenbrille auf - schon bin ich startklar und trete ungeduldig in die Pedale. Bereits zu lange ist es her und ich kann es kaum erwarten meine erste Tour zu genießen. Mein Ziel: Von Igls bis nach Judenstein, auf 20 km über Asphalt, Schotter und Waldwege. Der perfekte Start in die neue Saison.

Von Igls nach Judenstein

Ich folge der Badhauswegstraße entlang, bis hin zum Clubhaus des Golfclub Igls, dort biege ich auf die Römerstraße, kurz danach vor dem Römerhof nach rechts. Und schon bin ich mitten drin, meine Radtour beginnt. Ich folge dem gut beschilderten Weg durch den Wald, begleitet von dem beruhigenden Knirschen des Schotters unter meinen Reifen. Die Bäume rauschen nur so an mir vorbei und ich bin ganz in meinem Element. Ich passiere einladende Rastplätze, doch für mich geht es immer weiter dem Weg entlang, bis ich nach rechts Richtung Sistrans abbiege.

Ein Gefühl von Freiheit

Ich genieße die Abwechslung und bestaune das bunte Treiben des Dorfes. Ich spüre wie mich der Rückenwind davonträgt und lasse mich anstecken. Am Gemeindebauhaus halte ich mich links und kurz darauf gleich wieder rechts den Bogenweg entlang. Mein ständiger Begleiter, eine verträumte Bergkulisse, saftiges Grün der Wiesen und Wälder soweit das Auge reicht. Ich verlangsame mein Tempo und genieße den Augenblick. Überwinde, scheinbar unendliche, Felder folge ich dem Radweg bis zur Einmündung Aldranser Almenweg. Ich folge den grünen Täfelchen nach links Richtung Fagslung, der meine Reise auf einen weiteren Schotterweg führt. Das leise Surren meiner Speichen wird begleitet von dem Plätschern des Baches. Beflügelt von dem Frühlingsschauspiel der Natur mit seinen erblühenden Wiesen, vergeht die Zeit wie im Flug. Ich finde mich auf der Landstraße Richtung Rinn wieder, passiere die Fischzucht Teufelsmühle und radle eifrig weiter bis nach Judenstein.

Erschöpft erreiche ich mein Ziel. Meine Reise führte mich durch idyllische Dörfer, vorbei an verträumten Wiesen und schützenden Baumwipfeln. Ich bin froh über die gewonnenen Sonnenstunden und freue mich jetzt schon auf viele weitere Radtouren. Für mich ist der Patscherkofel Radweg ein perfekter Ausgleich der zum Abschalten und Träumen einlädt. Ich bin mir sicher, schon bald werde ich mich hier wiederfinden.

Bildnachweis: © TVB Innsbruck / Christian Vorhofer

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