Heute im Interview: Herbert Zinner.

Der neue Betriebsleiter Herbert Zinner ist seit 28 Jahren passionierter Seilbahner und freut sich auf die neue Anlage.

Was hat Sie dazu bewogen, als Betriebsleiter von der Nordkettenbahn zur Patscherkofelbahn zu wechseln? Herbert Zinner: Die interessante Bahn und eine neue berufliche Herausforderung. Ich war 25 Jahre auf Pendel- und Standseilbahnen unterwegs und habe einen neuen Reiz gesucht. Hier erwartet mich eine schöne Aufgabe.

Wie sind Sie Seilbahner geworden? Zinner: Mich haben Seilbahnen schon als Kind fasziniert. Nach meiner Lehre als Elektriker bin ich in die Branche eingestiegen und habe die Meisterprüfung gemacht. Es macht mir Freude, in der Natur zu arbeiten und alles anzupacken

Was gehört zukünftig zu Ihren Aufgaben als Betriebsleiter? Zinner: Ich trage für die betriebliche Sicherheit der Anlage Sorge und schaue, dass es so wenig Ausfälle wie möglich gibt. Außerdem bin ich für die Wartung der Anlage und Personalführung zuständig.

Bezüglich Wartung und Sicherheitsstandards dürfte die neue Anlage jedenfalls ein großer Schritt nach vorne sein? Zinner: Die neue Bahn lässt sich mit einer Pendelbahn gar nicht vergleichen. Man hat am Patscherkofel zukünftig zweifellos ein Spitzenprodukt im Einsatz.

Wo werden Sie als Betriebsleiter zukünftig den Großteil ihrer Zeit verbringen? Zinner: Ganz unterschiedlich. Ich werde auch im Freien anzutreffen sein, etwa beim Abfahren der Pisten im Skigebiet, wo ich nach dem Rechten sehen werde. Das Herzstück der neuen Bahn liegt aber in der Mittelstation. Dort befinden sich beide Antriebe. Dabei handelt es sich um elektrische Direktantriebe ohne Getriebe. Garagiert werden die Kabinen auch in der Mittelstation. Was die neue Bahn außerdem auszeichnet ist, dass beide Sektionen – die obere und die untere – einzeln gefahren werden können. Sollte es beispielsweise im oberen Bereich einmal extrem windig sein, können wir die untere Sektion bis zur Mittelstation in Betrieb halten.

Bis zu welchen Windgeschwindigkeiten kann die neue Bahn betrieben werden? Zinner: Laut Hersteller sind Windspitzen bis 100 km/h machbar. Ich werde mir davon aber im Betrieb selbst ein Bild machen.

Sie verfolgen sicher die Bauarbeiten genau. Wo liegen die größten Herausforderungen? Zinner: Die Hochbauten stellen große und schöne Gebäude dar. Es ist ein großer Vorteil, dass die gesamte Infrastruktur neu ist. Es wird nirgendwo etwas dazugeflickt

Wie sieht es mit der Lebensdauer einer solchen Bahn aus? Zinner: Man kann davon ausgehen, dass man mindestens 30 bis 40 Jahre ohne größere Probleme fahren kann.

Fotocredit: (c) Patscherkofelbahn Betriebs GmbH - Günter Richard Wett

#MeinPatscherkofel