Ohne Einschränkung auf den Patscherkofel. Der Verein RollOn Austria unter Obfrau Marianne Hengl stattete gemeinsam mit ORF-Moderatorin Barbara Stöckl dem Hausberg einen Besuch ab.

Kaiserwetter, unbeschreibliche Fernsicht und Menschen mit ganz viel Ausstrahlung. Der Innsbrucker Hausberg zeigte sich an diesem Augusttag einmal mehr von seiner schönsten Seite. Anlässlich einer ORF-Aufzeichnung plauderten Barbara Stöckl und Frohnatur Marianne Hengl über die Philosophie und den Leitgedanken des inspirierenden Vereins und die vielen Facetten des Lebens. RollOn ist anders, interessant, auffallend, menschlich, liebevoll, kreativ, erfolgreich und noch so vieles mehr. Das hat der Verein zu einem großen Teil seinen vielen engagierten Mitgliedern sowie der motivierten Obfrau zu verdanken. Viel Medienaufmerksamkeit, Veranstaltungen und öffentliche Auftritte verlangt der Alltag Marianne Hengl ab. Man spürt, für sie ist es keine Pflicht, sondern eine Ehre, für die Gleichberechtigung und Einbindung von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft zu kämpfen. Denn genau das beschreibt ihr Berufsbild und ihren Charakter am besten: Sie ist durch und durch eine Kämpferin!

„Wir sind behindert - und reden darüber!“

Diesen Satz liest man als Leitgedanken des Vereins RollOn auf jedem Medium. Eine Einstellung, die bereits sehr viel in Tirol und ganz Österreich bewirkt hat. Vor allem beim Thema Barrierefreiheit hat sich schon viel verbessert, es muss aber auch noch einiges passieren. Für einen Menschen im Rollstuhl bedarf es bei Erledigungen in der Stadt, aber auch am Land, einer vorherigen Planung. Wie kommt man am besten dorthin? Welche öffentlichen Verkehrsmittel können ohne Vorankündigung genutzt werden? Ist das Gebäude, in welches ich fahren muss, wirklich barrierefrei? Wie gestaltet sich der Weg vom Bus zum Gebäude? Solche Fragen müssen vor einem Ausflug recherchiert werden. Das ist auch bei der Planung der Veranstaltungen von Marianne Hengl ein umfangreiches Thema. Den PlanerInnen der neuen Patscherkofelbahn war ein „Hausberg für alle“ ebenfalls sehr wichtig. Der Slogan sollte nicht nur hohl auf Papier gedruckt, sondern auch bei der Entstehung der Bahn umgesetzt werden. So wurde eine komplett barrierefreie Bergbahn gebaut, damit Menschen jeden Alters, mit oder ohne Behinderung, die Leichtigkeit des Seins am entspannenden Hausberg genießen können. Das Interview ist vorbei, Marianne Hengl muss bereits weiter zum nächsten Termin. Denn ihre Mission verlangt Einsatzvermögen und an dem mangelt es der selbstbewussten Salzburgerin bestimmt nicht.

#MeinPatscherkofel