Jannis Hofmann lebt und liebt den Snowpark am Patscherkofel. Im Gespräch verschenkt er ein Stück Lebensgefühl.

Die Nachmittagssonne kitzelt die Augen, der Schnee glitzert im Frühlingsflair farbenfroh und das eigene Gemüt baumelt entschleunigt vor sich hin. Jannis Hofmann lebt und liebt dieses Gefühl. Wenn er auf seinem Hausberg durch den Snowpark zieht, dann ist die Freiheit unmittelbar an seinen Füßen. Gemeinsam mit seinen Freestyle-Kollegen betreibt er mit viel Liebe zum Detail den Snowpark am Patscherkofel. Im Interview spricht der gebürtige Deutsche über Rails, Lebensgefühl und das Prinzip Schicksal in seinem Leben.

Jannis, die Saison neigt sich schön langsam dem Ende zu. Die zwei Bretter werden in die Ecke gestellt. Kann ein Wintersportfreund sich auf den Frühling freuen?

Natürlich. Ich liebe vor allem die Zeit rund um den Sonnenuntergang, wenn der Frühling Einzug hält und die Stimmung bei meinen Freunden und bei allen Skiliebhabern entspannt ist. Der Winter war in diesem Jahr toll und wir durften viele Freestyler bei uns im Park begrüßen.

Du betreibst den Snowpark am Patscherkofel nun ein gutes Jahr. Wie hat sich das alles entwickelt? Geplant war es ja nicht unbedingt oder?

Stimmt. Es war nicht geplant, eher nur Zufall. Ich war immer schon gerne Gast am Patscherkofel und mag diesen Berg wahnsinnig. Ich kenne natürlich ein paar Leute in der Szene und letztes Jahr hat es sich ergeben, dass ich ein bisschen mithelfen konnte. Aus den kleinen Tätigkeiten hat sich dann schnell mehr ergeben und nun bin ich für den Park verantwortlich. So kommt es eben manchmal im Leben.

Es hat sich in dieser Zeit, in diesem Jahr einiges getan. Wie bist du generell zufrieden?

Ich bin sehr zufrieden. Die neue Bahn und der schneereiche Winter haben viele Freestyler in den Park gelockt und die Strecke samt Rails wird auch sehr gut angenommen. Mir und meinem Team macht die Arbeit dann natürlich umso mehr Spaß. Wir haben den Park nun auch ein bisschen umgestaltet und einige neue Elemente installiert. In der nächsten Saison wollen wir hier weiter anknüpfen.

Freestyle ist ja bekanntermaßen mehr als nur das reine Skivergnügen. Was ist die Faszination in der Szene, wie würdest du interessierten Menschen diesen Sport erklären?

Freestyle ist neben Sport einfach auch ein Stück weit Lebensgefühl. Das Konkurrenzdenken ist hier nicht ausgeprägt, es geht nicht um Schnelligkeit oder Wettbewerb. Es geht um Schönheit und Style. Und dadurch kann man sich auch auf eine andere Art pushen. Wir sind alles gute Freunde und versuchen gemeinsam besser zu werden. Es geht einfach um das Miteinander und die schöne Zeit.

Und für diese Zeit ist der Patscherkofel ein guter Platz?

Absolut. Er heißt ja unser Hausberg. Der Patscherkofel ist einfach entspannter als viele andere Destinationen, er ist ein Berg für alle. Ich kann es nur jedem empfehlen.

#MeinPatscherkofel